Geschichte

Die GWG München wurde im Jahr 1918 als Gemeinnützige Wohnstättengesellschaft mit beschränkter Haftung in München gegründet. Sie ist damit die älteste der vier Wohnungsgesellschaften, an denen die Landeshauptstadt München beteiligt ist und gehörte zu den ersten kommunalen Wohnungsgesellschaften Deutschlands.

Die Anfangsjahre der GWG München
Ausschlaggebend für die Gründung war die dramatische Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt gegen Ende des Ersten Weltkrieges. Allein in München fehlten rund 5.000 bis 6.000 Wohnungen. Aus dieser Not heraus wurde die GWG München gegründet. Zweck der Gesellschaft war dabei zunächst weniger das Bauen in eigener Regie, sondern vielmehr die Bauberatung und Baubetreuung. Der aufkommende Genossenschaftsgedanke Anfang der zwanziger Jahre, Inflation, Währungsreform und der damit verbundene Verlust der Stammeinlagen führte jedoch Mitte der zwanziger Jahre zur vorübergehenden Einstellung der Geschäftstätigkeit.

Wiederbelebt wurde das Unternehmen zwei Jahre nach Machtergreifung durch die Nationalsozialisten unter dem Namen Gemeinnützige Wohnstätten- und Siedlungsgesellschaft mbH. Die Aufgaben der GWG München waren zusätzlich um einen wichtigen Punkt erweitert worden: den Bau von sogenannten Volkswohnungen. Bis zur kriegsbedingten Einstellung der Bautätigkeit im Jahr 1942 entstanden Volkswohnanlagen in Berg am Laim, Milbertshofen und am Harthof. Nach Kriegsende konzentrierte sich die GWG München zunächst auf die Beseitigung der Kriegsschäden und nahm erst nach der Währungsreform im Jahr 1948 die Neubautätigkeit wieder auf.

Anfang der fünfziger Jahre, mit Beginn der verstärkten Bautätigkeit, entstanden neue Wohnanlagen in den Stadtteilen Ramersdorf und Sendling. 1965 feierte die GWG München dann die Fertigstellung ihrer zehntausendsten Wohnung.

Da die alten Volkswohnanlagen mit den Jahren beträchtliche Mängel aufwiesen, legte die GWG München 1978 eine “Gesamtkonzeption zur nachhaltigen Verbesserung des Miethausbesitzes” vor. Die zum Teil schlechte Bausubstanz sowie die nicht mehr zeitgemäßen Wohnungsgrundrisse erforderten schnelles Handeln. Auch heute noch ist die Sanierungs- und Modernisierungstätigkeit ein wichtiges Aufgabengebiet der GWG.

Die GWG München im neuen Jahrtausend
2007 erwarb die GWG München einen Anteil von 94 Prozent an der MGS Münchener Gesellschaft für Stadterneuerung mbH, die damals 32 eigene Mietwohnungen, 1.217 Mietwohnungen als Treuhandvermögen für die Landeshauptstadt München sowie 218 Mietwohnungen für Dritte bewirtschaftete.

Nur vier Jahre später, Anfang 2011, gab sich die GWG München einen neuen Namen: GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München mbH. Der Namensbestandteil “Städtische Wohnungsgesellschaft München” kommuniziert die Aufgabenstellung des Unternehmens und unterstreicht die enge Verbindung zur Landeshauptstadt München als alleinige Gesellschafterin.

Mehr als eine klassische Vermieterin
In den letzten Jahren ist der Bestand der GWG München durch diverse Übernahmen städtischer Wohnungen und durch Neubau und Zukauf stetig gewachsen. Ziel unserer Arbeit ist und bleibt es, in München mehr preiswerte und qualitativ hochwertige Wohnungen zu schaffen. Dabei hat sich gerade in den letzten Jahren gezeigt, dass unsere Rolle weit über die einer klassischen Vermieterin hinausgeht. Inzwischen haben wir auch ein eigenes Team von Sozialpädagoginnen, das sich auch in schwierigen Momenten um unsere Mieterinnen und Mieter kümmert. Die soziale Unterstützung ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer täglichen Arbeit in den Hausverwaltungen vor Ort geworden.

Gemeinsam mit der Tochtergesellschaft MGS bleibt die GWG München auch in Zukunft eine wichtige Partnerin der Landeshauptstadt München bei der Umsetzung wohnungspolitischer Zielvorgaben und der kontinuierlichen Fortentwicklung des Wohnungsbaus in München, ganz getreu dem Motto „gut zu wohnen“.

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