Baukosten sparen – aber wie?

Wie kann man Kosten im Wohnungsbau sparen, ohne auf gute Qualität zu verzichten? Genau das möchten wir mit unserem Modellprojekt, dem so genannten Minimalprojekt, herausfinden.

Herausforderung kostengünstiges Bauen – Minimalprojekt der GWG München

München braucht mehr günstigen Wohnraum. Doch wie lassen sich günstige Mieten realisieren, wenn die Baukosten kontinuierlich steigen? An einem Modellprojekt erproben wir zurzeit verschiedene Möglichkeiten, um die Kosten im Wohnungsbau zu reduzieren. Gemeinsam mit Architekten, Energieplanern, Tragwerksplanern und Landschaftsarchitekten entsteht im Stadtteil Sendling-Westpark das sogenannte Minimalprojekt: ein Gebäude, das alle technischen und strukturellen Standards, Richtlinien und Vorschriften hinterfragt.

Ansicht Gartenseite

Standards hinterfragen und Innovation fördern

Die GWG München blickt auf eine jahrzehntelange Erfahrung im Wohnungsbau zurück – in zwei Jahren werden wir immerhin 100 Jahre alt! Deshalb möchten wir unsere umfassende Erfahrung und Kenntnisse nutzen, um ein Modellprojekt zu entwickeln, bei dem alle Register zur Kosteneinsparung gezogen werden können.In einem abteilungsübergreifenden Projektteam haben wir mit dem beauftragten Architekturbüro Franke Rössel Rieger Architekten Zielvorstellungen für ein konkretes Projekt festgelegt: Durch eine deutliche Reduzierung der Bauwerkskosten sollte eine Kaltmiete unter 10 €/m² erreicht werden. Dabei durften bzw. sollten alle Standards hinterfragt und kritisch bewertet werden.

Modellbild GWG-Minimalprojekt
Modellbild GWG-Minimalprojekt

Das Projekt ist derzeit im Bau. Rund 300 €/m² Wohnfläche konnten für insgesamt 80 1- bis 4-Zimmerwohnungen in den Kostengruppen 300 und 400 (DIN 276) eingespart werden. Das sind die Kosten die für Baukonstruktionen und technische Anlagen entstehen. Eine zusätzliche Kostenersparnis wurde dadurch erzielt, dass die Stadt München gestattete, für dieses Projekt ein entsprechendes Mobilitätskonzept und über das gesamte „GWG-Quartier“ einen reduzierten Stellplatzschlüssel anzuwenden. Somit konnte auf den Bau einer Tiefgarage verzichtet werden (Vgl.: Artikel „Wohnen ohne Auto“).

Teamarbeit zahlt sich aus

Als besonders erfolgreich hat sich die veränderte Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten erwiesen. Die gemeinsame Vereinbarung und Verpflichtung zur Zielerreichung hat eine konsequente Projektentwicklung bewirkt. Das Ergebnis hat auch die zuständigen Stellen der Landeshauptstadt München überzeugt, so dass die Genehmigung sehr zügig erfolgte und eine Förderung im Rahmen des Programms "München Modell Miete" möglich wurde.Jetzt möchten wir dieses Projekt auch an anderer Stelle in einem noch größeren Umfang umsetzen, denn der bisherige Erfolg hat gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.

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