Bayerisches Nationalmuseum - Tipp für Senioren

Michael Bauerreiß arbeitet seit 12 Jahren im Museumspädagogischen Zentrum (MPZ). Für die Besucher des Bayerischen Nationalmuseums organisiert das MPZ Führungen für verschiedenste Zielgruppen und plant Familienaktionen, Ferienprogramme und Workshops. Im Interview verrät er, was das Bayerische Nationalmuseum so interessant macht.

Weshalb sollte ich das Bayerische Nationalmuseum besuchen?

M. Bauerreiß: Wir nehmen Sie mit auf eine spannende Reise durch die Kunst- und Kulturgeschichte von der Spätantike bis zum Jugendstil im 20. Jahrhundert. In den 150 Jahren seit seiner Gründung durch die Wittelsbacher ist die Sammlung des Bayerischen Nationalmuseums gewaltig angewachsen, heute zählt es zu Europas bedeutendsten Museen. Die 60 Krippen haben Weltruhm! Aber nicht nur die Ausstellungsstücke, auch die Architektur des Hauses ist ergreifend: Architekt Gabriel von Seidl hat die Räume nach den jeweiligen Kunstepochen gestaltet. So fühlt man sich beim Betrachten der gotischen Sammlung wie in einer mittelalterlichen Kirche. 

Wie bereite ich mich auf einen Besuch vor?

M. Bauerreiß: Das Museum bietet kostenlose Broschüren und Programme an. Dringend empfehle ich Ihnen den Übersichtsplan des Hauses. Fragen Sie sich z.B., interessiere ich mich heute für Malerei oder Porzellan? Möchte ich über eine Epoche mehr erfahren? Oder gehen Sie Lustwandeln, machen Sie einen Spaziergang durch das Museum und erkunden Sie, was es überhaupt alles zu sehen gibt. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, kommen Sie öfters vorbei, das Haus mit seinen 9.000 m² lässt sich nicht an einem Tag erkunden.

Welche Services gibt es?

M. Bauerreiß: Sonntags um 11 Uhr und donnerstags um 18 Uhr werden vom Museum kostenlose Führungen für Einzelbesucher angeboten. Oder vielleicht ist die Veranstaltungsreihe „Museum der Generationen“ etwas für Sie? Großeltern mit ihren Enkeln besichtigen gemeinsam Ausstellungsstücke und werden danach selbst kreativ tätig. MPZ und Museum bieten zudem Führungen für Menschen mit Sehbehinderung und Demenz an. Bei Gruppen ab 10 Personen, die über das MPZ angemeldet sind, besteht bei geringem Renteneinkommen die Möglichkeit zu einer kostenlosen Museumsführung. Beispielsweise arbeitet das MPZ mit dem ASZ Moosach zusammen. Wenn Sie das Museum auf eigene Faust erkunden möchten, können Sie die Multimediaguides nutzen. Auf den Geräten sind kurze Hörbeiträge zu 150 Ausstellungsstücken abrufbar. Mit einem breiten Angebot möchten wir alle Menschen, egal welchen Bildungsstands und Herkunft, für Kunst- und Kultur begeistern.

Welches Ausstellungsstück liegt Ihnen besonders am Herzen?

M. Bauerreiß: Die Antwort fällt mir schwer, das Haus bietet eine so große Vielfalt. Unbedingt ansehen sollten Sie sich die „Reidersche Tafel“ im ersten Raum. Das römische Elfenbeinrelief aus dem 4. Jahrhundert zeigt die Begegnung der am Ostermorgen zum Grab Christi eilenden Frauen mit dem Engel. Und sehen Sie sich die Bronze-Objekte aus der Renaissance und dem Barock an! Sie haben Weltbedeutung, denn München war zu dieser Zeit führend beim Bronzeguss. Beeindruckt bin ich auch von dem Modell zum Grabstein Herzog Ludwigs des Bärtigen von Hans Multscher von 1435. Der Entwurf war für seine Zeit beispiellos modern. Mir fallen noch viele Objekte mehr ein… aber kommen Sie doch selbst vorbei und entdecken Sie Ihr Lieblingsstück!Vielen Dank für das Interview!

Fotos: Bayerisches Nationalmuseum

Bayerisches Nationalmuseum

Bayerisches NationalmuseumPrinzregentenstraße 380538 MünchenÖffnungszeiten des MuseumsDienstag bis Sonntag 10.00 – 17.00 UhrDonnerstag 10.00 –?20 UhrMontag geschlossenwww.bayerisches-nationalmuseum.de

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