Große Pläne für Aubing

Lange war das Ladenzentrum in der Wiesentfelser Straße ein unschöner Fleck in der Aubinger Landkarte. Teils standen Gewerbeflächen leer, wurden umgenutzt oder waren den neuen Anforderung nicht gewachsen. Jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt. Der Startschuss ist gefallen für einen neuen, lebendigen Quartierspunkt in Aubing.

Mirjam Adamovicz, Diplom-Geografin Univ., GWG Projektentwicklung – Städtebau
Mirjam Adamovicz, Diplom-Geografin Univ., GWG Projektentwicklung – Städtebau (© Economy Business Fotografie)

Menschen orientieren sich in ihrem Umfeld an prägenden Straßen, markanten Gebäuden, an einer Kirche, an einem besonders bunten Haus oder auch an einem neuen Ladenzentrum. Deshalb ist es auch besonders wichtig, dass der Standort in der Wiesentfelser Straße 68 neu entwickelt wird und mit einem attraktiven, urbanen Quartiersplatz wieder zum Mittelpunkt wird. Es entsteht ein Ort mit neuer Aufenthaltsqualität, vielfältigen Nutzungen und Funktionen, an dem die Nahversorgung sichergestellt wird. Ein neu belebter Ort, an dem Menschen zusammenkommen!

Mirjam Adamovicz

Ein Blick zurück

In den 1960er Jahren gebaut, war das Ladenzentrum lange ein wichtiger Einkaufspunkt in Aubing, ein Mix aus Lebensmitteleinzelhandel sowie Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen. Über die Jahrzehnte hinweg haben sich sowohl die Bedürfnisse der Bürger*innen als auch die der Gewerbetreibenden verändert. Es gab keine Plätze, um die Zeit vor Ort zu genießen, keine Parkplätze und auch die Optik des Zentrums ließ zu wünschen übrig.

Das ist die Zukunft

Der Plan: Gewerberaum, Wohnraum mit privaten Grün- und Freiflächen sowie ein neuer Quartiersplatz mit barrierefreier Wegeführung. Zwei- bis dreistöckige, gegeneinander versetzte Gebäude mit viel Glas, ein großer Platz – und an den Maibaum wurde auch gedacht. Das neue Ladenzentrum vereint Tradition und Moderne. Die Gebäude können für „Wohnen“, „Familienzentrum“ und „Dienstleistung“ genutzt werden. Die Grundrisse der unterschiedlichen Nutzungen sind flexibel und können nach Bedarf verändert werden. An die kleinen Aubinger*innen wurde auch gedacht. Der Spielbereich der Kita liegt geschützt von der Straße abgewandt im Norden des Gebäudes und schließt am Park des Wohngebäudes an. Das Dach der Gewerbeeinheit soll ebenfalls privat und gemeinschaftlich genutzt werden können. Der nördlich gelegene urbanere Quartiersplatz geht im Süden in den Stadtteilpark über. Und es wird noch grüner! Entlang der Wiesentfelser Straße ist eine neue Baumreihe geplant. Natürlich wurde auch an die Barrierefreiheit gedacht.

Bei uns haben immer wieder Bürger*innen nachgefragt, wie es mit dem Ladenzentrum weitergeht oder wie es zwischengenutzt werden kann. Gemeinsam mit der GWG München haben wir ein Konzept entwickelt, um die Erdgeschosszone mit Zwischennutzungen zu beleben. Auf diese Weise haben sich in den letzten Jahren spannende Kooperationsprojekte ergeben, die das Ladenzentrum bis heute lebendig halten. Besonders freuen uns die dadurch entstandenen Netzwerke, die inzwischen miteinander eigene Aktionen planen. Nun ist es an der Zeit, den Bürger*innen und Netzwerkpartner*innen ein neues Zentrum zu geben.

Marija Filimon
Marija Filimon, MGS Stadtteilmanagement Aubing-Neuaubing-Westkreuz
Marija Filimon, MGS Stadtteilmanagement Aubing-Neuaubing-Westkreuz  (© Jonas Nefzger)

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