Was tun wenn’s sticht? Insektenstiche und was man dagegen tun kann

Was tun wenn’s sticht?  Insektenstiche und was man dagegen tun kann

Ein Summen, ein Stich und die Haut juckt oder brennt unangenehm. Mückenstiche sind ein vertrauter Begleiter sommerlicher Abendstunden.
Obwohl Mücken vor allem in der Dämmerung aktiv sind, bietet uns die Dunkelheit keinen Schutz, denn Mücken riechen ihre Opfer. Dabei hilft ihnen Kohlendioxid, das wir beim Ausatmen ausstoßen und das sie mit ihren feinen Sinnesorganen aus bis zu 50 Meter Entfernung wahrnehmen können.

Mücken spüren ihre Opfer über Körperwärme und Schweißgeruch auf – ein kurzer Stich und wenig später juckt die Haut. In der Regel sind Mückenstiche zwar ungefährlich, aber dennoch lästig.

Mückenstiche: Wer ist besonders betroffen?
Nur etwa 20 Prozent der Menschen sind ideale Mückenopfer. Es gibt verschiedene Gründe, warum sie häufiger gestochen werden als andere. So fanden Wissenschaftler beispielsweise heraus, dass vor allem Menschen mit Blutgruppe 0 häufig gestochen werden. Mücken wählen ihre Opfer auch nach dem charakteristischen Körpergeruch aus: Je mehr Bakterien auf der Hautoberfläche an der Geruchsbildung beteiligt sind, umso wahrscheinlicher ist es, dass der Mensch gestochen wird.

Foto: Jonas Nefzger

Aber wie schützt man Kinder und sich selbst auch gegen Stiche und Bisse?
So schön der Sommer ist, auf die Begleiterscheinung Mücken würde man gerne verzichten.
Irgendwie schaffen es die kleinen stechenden Plagegeister scheinbar immer, eine Stelle zum Zustechen zu finden, aber man muss es ihnen dabei natürlich nicht einfacher machen als nötig: Wer helle, lange, dicht gewebte Sommerkleidung statt kurzer Hose und T-Shirt trägt, hat der Mücke das Finden eines Ziels bereits deutlich erschwert.

Besonders in lauen Sommernächten vernimmt man oft das unangenehm hohe Surren im Schlafzimmer, das die Anwesenheit einer Mücke verrät. Hinter geschlossenen Fenstern zu leben ist aber gerade im Sommer auch keine Alternative.

Vorbeugende Abhilfe schaffen Insektennetze vor dem Fenster, die in einfachster Ausführung schon sehr günstig zu haben sind. Das Klebeband im Fensterrahmen befestigen, das Netz daran kleben und fertig. Teurere, robustere Varianten sind unter anderem Insektenschutztüren, -rollos oder Spannrahmen.

Wenn die Mücken einmal im Haus sind, können immer noch das Einreiben mit einem Mückenschutzmittel oder ein Moskitonetz über dem Bett vor juckenden Stichen schützen.

Gut ist es immer, Kindern das richtige Verhalten gegenüber Insekten zu erklären und vorzuleben: Keine lockenden Speisen offen herum stehen lassen, beim Essen und Trinken die Lebensmittel vor jedem Biss oder Schluck kontrollieren und wenn eine Wespe zu nahe kommt: Ruhe bewahren und nicht nach dem Tier schlagen.

Tipps bei einem Wespenstich:

  • Wenn der Stachel noch steckt, mit einer Pinzette vorsichtig entfernen.
  • Wunde desinfizieren, wenn ein Desinfektionsmittel zur Hand ist.
  • Einstichstelle erhitzen (Vorsicht vor Verbrennungen), damit das Gift zerfällt und es gar nicht erst zu einer Schwellung kommt.
  • Ist bereits eine Schwellung vorhanden am besten mit kaltem Wasser kühlen. Mit Eiswürfeln bitte vorsichtig sein, es können lokale Erfrierungen auftreten.
  • Nicht kratzen – sonst besteht Infektionsgefahr!
  • Auch eine aufgeschnittene Zwiebel auf der Einstichstelle kann helfen: Sie wirkt entzündungshemmend und stoppt den Juckreiz.
  • Bei Stichen in den tiefen Rachenraum: Eiswürfel lutschen und Hals kühlen. Sofort den Notarzt rufen.