15. Dezember 2017
GWG-Wohnanlage an der Thalkirchner Straße - Auszeichnung beim Fassadenpreis 2017
Für ihre Wohnanlage an der Thalkirchner Straße erhielt die GWG München beim diesjährigen Fassadenpreis der Landeshauptstadt München eine „Lobende Erwähnung“. Seit 1988 werden in dieser Kategorie Gebäude öffentlich-rechtlicher Eigentümer für vorbildliche Renovierungs- und Gestaltungsmaßnahmen an historischen Gebäuden ausgezeichnet.

Feierlich nahmen Christian Amlong, Sprecher der Geschäftsführung, und Gerda Peter, Geschäftsführerin der GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München, die „Lobende Anerkennung“ von Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk am 14. Dezember entgegen. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Nächstes Jahr feiert die GWG München ihren 100. Geburtstag und das Bewahren von Geschichte in Form von historischen Gebäuden für kommende Generationen ist uns ein großes Anliegen“, erklärt Christian Amlong. „Die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude ist eine komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe, die wir sehr ernst nehmen“, ergänzt Gerda Peter.

Der Thalkirchner Block erstrahlt wieder in historischem Glanz
Robert Rehlen errichtete 1910 die vierflügelige Wohnanlage im Reformstil, die um einen großzügigen Innenhof angelegt ist. In den letzten Jahrzehnten wurde der Charakter des Gebäudes durch dem Zeitgeist entsprechende, jedoch nicht denkmalgerechte Renovierungsarbeiten, stark verändert.

Um dem heruntergekommenen Gebäude mit stark verwitterten Fenstern, teils defekten Dachanschlüssen und marodem Putz wieder eine Anmutung zu geben, sanierte die GWG München den Thalkirchner Block von Grund auf. Dies geschah in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde, wobei z. B. auf Handputz, Holzfenster mit Sprossen oder Eingangstüren aus Holz geachtet wurde.

Die Dachhaut wurde partiell erneuert. Blechelemente aus Kupfer am Dach und an der Fassade ersetzen die alten Elemente aus Aluminium und Stahlblech. Auch die Fenster und Hauseingangstüren erneuerte die GWG München in Holz nach historischem Vorbild. Alle nicht denkmalgerechten An- und Einbauten, wie z.B. Rollläden, wurden entfernt. Das Gewände eines Hauseingangs fehlte aufgrund eines Kriegsschadens komplett, dieses stellte die Bauherrin originalgetreu wieder her. Ein neuer Fassadenputz rundet die Sanierung ab. Die neue Farbfassung wählte die GWG München in Absprache mit der Unteren Denkmalschutzbehörde.

Über den städtischen Fassadenwettbewerb
Seit 1969 zeichnet die Landeshauptstadt München Eigentümerinnen und Eigentümer aus, die Fassaden an ihren Gebäuden, die bis in die 1950er Jahre errichtet wurden oder unter Denkmalschutz stehen, sorgfältig renovieren. Bis 2015 wurden 862 Objekte prämiert. Mit der „lobenden Erwähnung“ ehrt die Landeshauptstadt seit 1988 öffentlich-rechtliche Eigentümer für vorbildliche Maßnahmen an historischen Häusern. 141 Fassaden in öffentlicher Hand gewannen bisher eine solche Auszeichnung.
Die Jury, bestehend aus dem Stadtrat, beurteilt nach fünf Kriterien: Originalität (1), Reichtum und Erhaltungsausfand der Fassade (2), Farbliche Gestaltung (3), Künstlerische und handwerkliche Qualität der Ausführung (4) sowie stadtgestalterische Bedeutung (5). Die Auszeichnung findet alle zwei Jahre statt.

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